Welche Wallbox passt zu Dir? 11 kW, 22 kW und PV-Laden einfach erklärt

11 kW, 22 kW oder PV-Wallbox: Darauf kommt es bei der Auswahl an
Welche Wallbox passt zu Deinem Elektroauto und Deinem Zuhause? Wir erklären die Unterschiede zwischen 11 kW und 22 kW, zeigen Dir, wann PV-Überschussladen sinnvoll ist und worauf Du bei Ladekabel, Phasenumschaltung, App, RFID und Lastmanagement achten solltest.
Welche Wallbox brauchst Du? Die schnelle Entscheidung
Für die erste Orientierung lassen sich Wallboxen für Zuhause in drei typische Einsatzbereiche einteilen.
11-kW-Wallbox für die meisten Privathaushalte
Ideal zum Laden über Nacht und für viele Elektroautos vollkommen ausreichend. Für Einfamilienhäuser ist 11 kW häufig die pragmatischste Wahl.
11-kW-Wallboxen ansehen →22-kW-Wallbox für höheren Ladebedarf
Sinnvoll, wenn Dein Elektroauto 22 kW AC unterstützt, die Standzeiten kurz sind oder regelmäßig viel Energie nachgeladen werden muss.
22-kW-Wallboxen ansehen →PV-Wallbox für Solarstrom vom eigenen Dach
Die passende Lösung, wenn Wallbox und Photovoltaikanlage intelligent zusammenspielen und überschüssiger Solarstrom direkt im Fahrzeug landen soll.
PV-fähige Wallboxen entdecken →Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenWallbox mit 11 kW oder 22 kW: Was ist für Zuhause sinnvoll?
Mehr Ladeleistung klingt zunächst besser. Entscheidend ist aber, wie viel AC-Ladeleistung Dein Fahrzeug tatsächlich aufnehmen kann und wie schnell Du zu Hause laden musst.
Die maximale Ladegeschwindigkeit wird nicht allein von der Wallbox bestimmt. Eine wichtige Rolle spielt der Onboard-Charger des Elektroautos.
Unterstützt Dein Fahrzeug beispielsweise maximal 11 kW AC, lädt es auch an einer 22-kW-Wallbox nur mit maximal 11 kW. Eine stärkere Wallbox bringt in diesem Fall keinen Geschwindigkeitsvorteil.
| Kriterium | 11-kW-Wallbox | 22-kW-Wallbox |
|---|---|---|
| Maximale Ladeleistung | 11 kW | 22 kW |
| Typischer Einsatz | Privathaushalt | Hoher Ladebedarf |
| Laden über Nacht | ✓ | ✓ |
| Fahrzeug für volle Leistung | bis 11 kW AC | 22 kW AC |
| Netzbetreiber | Anmeldung erforderlich | vorherige Zustimmung erforderlich |
| PV-Laden möglich | ✓ | ✓ |
Wie lange lädt ein Elektroauto mit 11 kW oder 22 kW?
Die theoretische Ladezeit lässt sich mit einer einfachen Faustformel überschlagen.
Die tatsächliche Ladezeit kann durch Ladeverluste, Temperatur, Akkustand und die maximale AC-Ladeleistung des Fahrzeugs abweichen.
Steht Dein Elektroauto ohnehin die ganze Nacht zu Hause, spielt der Unterschied zwischen drei und sechs Stunden im Alltag häufig nur eine geringe Rolle.
PV-Überschussladen: Elektroauto mit eigenem Solarstrom laden
Wenn Du bereits eine Photovoltaikanlage besitzt, wird beim Wallbox-Kauf eine andere Frage besonders wichtig: Kann überschüssiger Solarstrom automatisch zum Laden Deines Elektroautos genutzt werden?
Beim PV-Überschussladen wird Energie, die Dein Haushalt gerade nicht benötigt, möglichst direkt in den Akku des Elektroautos geladen.
Dadurch kannst Du den Eigenverbrauch Deiner Photovoltaikanlage erhöhen und mehr selbst erzeugten Solarstrom nutzen, anstatt ihn ins öffentliche Netz einzuspeisen.
So funktioniert PV-Überschussladen mit einer Wallbox
Damit das automatisch funktioniert, muss das Energiemanagement erfassen, wie viel Leistung Deine PV-Anlage erzeugt, wie viel davon aktuell im Haus verbraucht wird und welcher Überschuss für das Elektroauto verfügbar ist.
Automatische Phasenumschaltung beim PV-Laden
Viele Elektroautos beginnen einen AC-Ladevorgang erst ab ungefähr 6 Ampere.
Beim einphasigen Laden entspricht das ungefähr 1,4 kW. Beim dreiphasigen Laden werden ungefähr 4,2 kW benötigt.
Eine Wallbox mit automatischer Phasenumschaltung kann bei geringem Solarüberschuss zunächst einphasig laden und bei höherer PV-Leistung automatisch auf drei Phasen wechseln.
Dadurch lassen sich auch kleinere PV-Überschüsse für das Laden des Elektroautos nutzen.
Für PV-Nutzer kann eine intelligente Regelung deshalb wichtiger sein als eine möglichst hohe maximale Ladeleistung.
Welche Wallbox passt zu welchem Einsatz?
Statt nur technische Daten zu vergleichen, lohnt sich die Auswahl nach Deinem tatsächlichen Einsatzbereich. Diese vier Wallboxen decken unterschiedliche Anforderungen für Zuhause und PV-Laden ab.

SENEC.Wallbox Pro S 11 kW
Eine 11-kW-Wallbox für Nutzer, die ihr Elektroauto unkompliziert zu Hause laden und optional PV-Lademodi verwenden möchten.
- 11 kW AC-Ladeleistung
- fest angeschlossenes Typ-2-Ladekabel
- zwei PV-Lademodi
- Smart Charging
- integrierte DC-Fehlerstromerkennung

SENEC.Wallbox Premium 11 kW
Besonders interessant für kompatible SENEC-Systeme und Nutzer, die ihre Photovoltaikanlage möglichst flexibel zum Laden ihres Elektroautos einsetzen möchten.
- 11 kW AC-Ladeleistung
- automatische 1-/3-Phasen-Umschaltung
- PV-optimiertes Laden
- RFID und App-Funktionen
- Integration in kompatible SENEC-Systeme

SENEC.Wallbox Pro 11/22 kW
Eine flexible Wallbox für Nutzer, die zwischen 11 und 22 kW Ladeleistung wählen und gleichzeitig Smart-Charging-Funktionen nutzen möchten.
- 11 oder 22 kW Ladeleistung
- fest angeschlossenes Typ-2-Kabel
- PV-Lademodi
- Smart Charging
- DC-Fehlerstromerkennung

Smappee EV Wall 22 kW
Für Nutzer, die neben hoher Ladeleistung besonders Wert auf Energiemanagement, Verbrauchsüberwachung und dynamisches Lastmanagement legen.
- bis zu 22 kW AC-Ladeleistung
- Typ-2-Ladekabel
- dynamisches Lastmanagement
- PV-optimiertes Laden
- App, RFID, WLAN und OCPP
Wallbox mit Kabel oder Typ-2-Buchse?
Beide Varianten funktionieren zuverlässig. Der Unterschied liegt vor allem im Bedienkomfort.
Wallbox mit festem Ladekabel
Besonders komfortabel bei einem festen Stellplatz: Kabel von der Wallbox nehmen, am Elektroauto einstecken und den Ladevorgang starten.Wallbox mit Typ-2-Buchse
Du verwendest ein separates Ladekabel. Dadurch bleibt die Wallbox flexibler und das Kabel kann bei Bedarf einfach ausgetauscht werden.Wallbox mit WLAN, App, RFID oder Lastmanagement?
Welche Zusatzfunktionen sinnvoll sind, hängt von Deinem Ladeszenario ab.
WLAN, LAN und App
Ermöglichen je nach Modell Ladeplanung, Verbrauchsauswertung, Fernsteuerung und die Anbindung an ein Energiemanagement.RFID-Zugang
Sinnvoll, wenn mehrere Personen die Wallbox verwenden oder der Ladepunkt frei zugänglich ist.Dynamisches Lastmanagement
Verteilt die verfügbare elektrische Leistung intelligent auf Verbraucher oder mehrere Ladepunkte.Wallbox installieren: Was kannst Du selbst vorbereiten?
Standort, gewünschte Funktionen und Produktauswahl kannst Du selbst vorbereiten. Der elektrische Anschluss und die Inbetriebnahme gehören jedoch in die Hände einer qualifizierten Elektrofachkraft.
Diese Punkte solltest Du vor der Wallbox-Installation klären
- Wo soll die Wallbox montiert werden?
- Wie lang muss das Ladekabel sein?
- Ist WLAN oder LAN am Standort verfügbar?
- Wandmontage oder freistehende Wallbox-Stele?
- Soll PV-Überschussladen genutzt werden?
- Welcher Wechselrichter oder welches Energiesystem ist vorhanden?
- Welche AC-Ladeleistung unterstützt das Elektroauto?
- Ist der Hausanschluss für die gewünschte Ladeleistung geeignet?
Wallbox anmelden: Was gilt bei 11 kW und 22 kW?
Ladeeinrichtungen müssen vor der Inbetriebnahme beim zuständigen Netzbetreiber berücksichtigt werden. Je nach Leistung gelten unterschiedliche Anforderungen.
Anmeldung beim Netzbetreiber
Auch eine typische private 11-kW-Wallbox muss beim zuständigen Netzbetreiber angemeldet werden.
Vorherige Zustimmung erforderlich
Bei höherer Leistungsinanspruchnahme ist zusätzlich die vorherige Zustimmung des Netzbetreibers erforderlich.
§ 14a EnWG berücksichtigen
Neue Wallboxen dieser Leistungsklasse fallen grundsätzlich unter die Regelungen für steuerbare Verbrauchseinrichtungen.
Welche Wallbox ist für ein Einfamilienhaus sinnvoll?
Die passende Wallbox hängt von Fahrzeug, Photovoltaikanlage und Ladeverhalten ab. Für viele Haushalte lassen sich vier typische Situationen unterscheiden.
Keine PV-Anlage oder kein komplexes Energiemanagement
Für viele Haushalte ist eine 11-kW-Wallbox mit festem Typ-2-Kabel die einfache und komfortable Lösung.
Eigenen Solarstrom für das Elektroauto nutzen
Dann solltest Du besonders auf PV-Überschussladen, Systemkompatibilität und automatische Phasenumschaltung achten.
Elektroauto unterstützt 22 kW AC
Eine 22-kW-Wallbox kann sinnvoll sein, wenn Du regelmäßig schnell nachladen musst und Hausanschluss sowie Netzbetreiber die höhere Leistung ermöglichen.
Wallbox mit intelligentem Lastmanagement
Bei mehreren großen Stromverbrauchern oder mehreren Ladepunkten lohnt sich ein System mit dynamischem Lastmanagement und Verbrauchserfassung.
Die beste Wallbox ist die, die zu Deinem Fahrzeug und Energiesystem passt
Für die meisten privaten Elektroauto-Fahrer ist eine 11-kW-Wallbox vollkommen ausreichend. Eine 22-kW-Wallbox lohnt sich vor allem dann, wenn das Fahrzeug die höhere AC-Ladeleistung tatsächlich nutzen kann.
Bei einer vorhandenen Photovoltaikanlage sind Funktionen wie PV-Überschussladen, Phasenumschaltung und Energiemanagement häufig wichtiger als die maximale Ladeleistung.
Passende Wallbox für Dein Zuhause finden
Entdecke unsere Auswahl an 11-kW- und 22-kW-Wallboxen sowie Lösungen für PV-Überschussladen und intelligentes Energiemanagement.
Häufige Fragen zu 11-kW-, 22-kW- und PV-Wallboxen
Reicht eine 11-kW-Wallbox für Zuhause?
Für die meisten Privathaushalte ja. Da ein Elektroauto zu Hause häufig mehrere Stunden oder über Nacht steht, reichen 11 kW in vielen Alltagssituationen problemlos aus.
Lädt mein Elektroauto an einer 22-kW-Wallbox automatisch mit 22 kW?
Nein. Entscheidend ist die maximale AC-Ladeleistung des Onboard-Chargers im Fahrzeug. Unterstützt das Elektroauto maximal 11 kW, lädt es auch an einer 22-kW-Wallbox nur mit maximal 11 kW.
Muss eine 11-kW-Wallbox beim Netzbetreiber angemeldet werden?
Ja. Auch private Ladeeinrichtungen müssen beim zuständigen Netzbetreiber entsprechend den geltenden Vorgaben berücksichtigt beziehungsweise angemeldet werden.
Darf ich eine Wallbox selbst anschließen?
Standort, Produktauswahl und Vorbereitung kannst Du selbst planen. Der elektrische Anschluss und die Inbetriebnahme sollten durch eine entsprechend qualifizierte Elektrofachkraft erfolgen.
Kann ich mein Elektroauto mit Strom aus meiner Photovoltaikanlage laden?
Ja. Mit einer passenden Wallbox und einem kompatiblen Energiemanagement kann überschüssiger Solarstrom zum Laden des Elektroautos verwendet werden.
Brauche ich für PV-Überschussladen einen Batteriespeicher?
Nein. Überschüssiger Solarstrom kann grundsätzlich auch direkt in das Elektroauto geladen werden. Ein Batteriespeicher kann das Energiesystem ergänzen, ist dafür aber nicht zwingend erforderlich.
Was bringt eine automatische Phasenumschaltung bei einer Wallbox?
Eine automatische Phasenumschaltung ermöglicht es, je nach verfügbarem PV-Überschuss zwischen einphasigem und dreiphasigem Laden zu wechseln. Dadurch können auch kleinere Solarüberschüsse besser für das Elektroauto genutzt werden.
Ist eine Wallbox mit festem Kabel oder Typ-2-Buchse besser?
Ein fest angeschlossenes Kabel ist an einem festen Stellplatz meist komfortabler. Eine Wallbox mit Typ-2-Buchse bietet dagegen mehr Flexibilität beim verwendeten Ladekabel.