Werkzeug für die PV-Selbstmontage

Du spielst mit dem Gedanken, Deine PV-Anlage eigenhändig aufs Dach zu wuchten? Das ist ambitioniert – für einen Selbermacher aber absolut im Bereich des Möglichen. Bevor Du Dich allerdings auf das Dach schwingst, ist es wichtig, das passende Equipment parat zu haben. Denn ohne das richtige Werkzeug und die notwendige Ausrüstung ist das Ganze nicht nur schwierig, sondern auch ziemlich riskant.

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Was Du zur Selbstmontage Deiner PV-Anlage brauchst, zeigen wir Dir hier.

Inhaltsverzeichnis

    Dieses Werkzeug brauchst Du

    Bevor Du überhaupt mit dem Montieren loslegst, brauchst Du natürlich einen sicheren Stand und musst irgendwie aufs Dach kommen. Ein stabiles Gerüst, das speziell für Dacharbeiten ausgelegt ist, sollte daher ganz oben auf der Liste stehen. Ohne Gerüst wird es sehr schwer, die einzelnen PV-Module und Elemente auf das Dach zu bekommen – nur eine Leiter reicht hier nicht aus.

    Zusätzlich ist Schutzkleidung ein absolutes Muss. Denke hierbei an einen Helm, rutschfeste Sicherheitsschuhe und – je nach Wetterlage – wasserdichte Kleidung. Sicher ist sicher!

    Gerüst bestellt und aufgebaut, Schutzkleidung besorgt und startklar für die Montage? Fehlt nur noch das richtige Werkzeug. Dabei gilt: Gutes Werkzeug ist das A und O bei der Selbstmontage. Lieber hier ein paar Euro mehr investieren, als sich nachher mit kaputten oder fehlenden Teilen rumzuärgern. Du willst ja schließlich nicht erst auf dem Dach feststellen, dass Dir der Cutter fehlt oder dass Dein Akkuschrauber nach drei Minuten den Geist aufgibt.

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    Mit dieser speziellen Zange stellst Du sicher, dass Deine Kabelenden fest verbunden sind. Vor allem bei den Anschlüssen der Solarmodule ein absolutes Muss – eine schlechte Verbindung kann nämlich zu Energieverlusten führen. Und das will schließlich niemand, oder?

    Ein kleines und scharfes Cuttermesser ist zum Zuschneiden von Kabeln und zum Entfernen von unnötigen Plastik- oder Gummiüberzügen hilfreich. Bei letzterem kann aber auch das nächste Werkzeug helfen. Ein Tipp: Am besten immer ein paar Extraklingen auf Lager haben, falls die alten stumpf werden oder abbrechen.

    Wer sich mit dem Cuttermesser schwertut, kann mit einem Kabelabisolierer oder anderem speziellen Abmantelungswerkzeug die Isolierschichten der Kabel entfernen. Das sorgt für saubere(re) Übergänge, vor allem im Vergleich zum Messer.

    Eine Rolle Isolierband sollte immer in Reichweite sein – oder auch ein paar mehr. Schnell lassen sich damit kleinere Schäden an Kabeln beheben oder Kabelenden sicher isolieren.

    Für die, die es genau nehmen: Mit Ölsignierkreide markierst Du Stellen auf dem Dach, an denen für die Unterkonstruktion & Co. gebohrt oder geschnitten werden muss. Das hilft dabei, den Überblick zu behalten. So kommt alles genau an die Stelle, an die es auch soll.

    Hier müssen wir nicht viel erklären, oder? Verschiedene Größen und Typen sind hier unerlässlich, hast Du aber bestimmt bereits zu Hause.

    Zum sauberen Kappen von Kabeln eignen sich Seitenschneider – vor allem, wenn es mal wieder eng wird und Du nicht viel Platz zum Arbeiten hast.

    Die brauchst Du zum Bündeln und Befestigen von Kabeln. Damit hält alles ordentlich und es ist sichergestellt, dass nichts herumbaumelt.

    Für die Befestigung der Solarmodule am Dach ist er einfach unerlässlich. Mit ihm drehst Du die Dachhaken fest.

    Auch hier – selbsterklärend. Die beiden Maschinen brauchst Du für die diversen Bohr- und Schraubarbeiten am Dach.

    Zur Ausrichtung der Leisten auf dem Dach und der PV-Module selbst hilft eine Wasserwaage. Wir wissen zwar, dass Pi-mal-Daumen und das gute, alte Augenmaß sehr genau sind – eine Wasserwaage ist aber doch noch mal einen Tick genauer…

    Die bisherigen Werkzeuge waren alle sehr analog und wenig technisch. Das ändert sich beim Spannungsprüfer. Damit stellst Du sicher, dass auch wirklich alles stromlos ist, bevor Du mit der Arbeit beginnst.

    Unser Tipp für Sie

    Ein abschließender Tipp für Deine, falls Du alles parat hast, dann doch üppige Werkzeugsammlung: Eine stabile Werkzeugtasche oder -kiste! Damit behältst Du den Überblick, hast alles schnell zur Hand und nichts geht verloren. Egal, ob Du Selbermacher-Veteran oder Einsteiger bist – mit der richtigen Ausrüstung und alles auf den ersten Griff parat, macht das Montieren gleich doppelt so viel Spaß!

    Hier bekommst Du das Werkzeug

    Hast Du zwar eine große Werkstatt, in der Du gerne werkelst – aber es fehlen doch einige der beschriebenen Werkzeuge für die Montage? Dann gibt es mehrere Möglichkeiten, die zu besorgen.

    Bei GreenSol

    Der Geheimtipp für alle, die es richtig professionell angehen und auf Nummer sicher gehen wollen, dass auch das richtige Werkzeug bereitliegt. Wir haben in unserem GreenSol-Shop für alle PV-Heimwerker ein Werkzeug-Set speziell für die Montage von PV-Anlagen im Angebot. Das Set enthält die wichtigsten Werkzeuge zur Montage unserer PV-Komplettsets und ist damit ideal für Heimwerker.

    Basics wie Akkuschrauber oder Wasserwaage sind nicht enthalten – die hast Du aber bestimmt auch zu Hause. Das Beste am Set: Du musst nicht lange suchen, welche Werkzeuge Du brauchst, hier ist alles drin. Klingt gut? Ist es.

    Baumarkt

    Des Selbermachers liebster Ort: der Baumarkt. Hier gibt es eine riesige Auswahl an Werkzeugen aller Art. Vom Abisolierwerkzeug über die Crimpzange bis hin zum Kabelbinder – wenn’s was Handfestes sein soll, bist Du hier richtig. Das Tolle am Baumarkt: Du kannst alles direkt in die Hand nehmen, ausprobieren und bekommst oft auch noch eine persönliche Beratung obendrauf.

    Online-Handel

    Schnell, bequem und meist mit einer noch größeren Auswahl als im Baumarkt – das beschreibt das Shoppen bei Amazon, eBay oder spezialisierten Werkzeugshops wie werkzeugstore24.de oder svh24.de ganz gut. Gerade, falls der Baumarkt um die Ecke etwas kleiner und nicht so umfangreich bestückt ist, ist der Online-Handel eine gute Alternative.

    Unsere Empfehlung

    Für welche Bezugsquelle Du Dich auch entscheidest: Wichtig ist, dass Du auf die Qualität achtest. Billiges Werkzeug kann schnell kaputt gehen, was Dein Projekt unnötig in die Länge zieht. Also: Lieber ein bisschen mehr investieren und dafür lange Freude am eigenen Solarprojekt haben. Viel Erfolg beim Verschrauben und Verkabeln!

    Mieten oder kaufen: Was lohnt sich eher?

    Wer eine einmalige Aktion plant, braucht das Werkzeug vielleicht danach nie wieder oder nur sehr selten – dann ergibt ein Ausleihen beim Betrieb um die Ecke oder beim Baumarkt durchaus Sinn. Warum etwas kaufen, das danach sowieso nur im Keller verstaubt?

    Kaufen hat allerdings auch seinen Charme. Das gilt natürlich vor allem dann, wenn Du planst, die Werkzeuge regelmäßig zu nutzen. Viele der erwähnten Werkzeuge sind nicht nur für die Montage einer PV-Anlage hilfreich. Und so wie wir das einschätzen, lässt das nächste Selbermacher-Projekt sicher nicht lange auf sich warten, oder?

    Eine Ausnahme gibt es natürlich: das bereits erwähnte Gerüst. Für quasi alle Selbstmonteure ist es sinnvoller, ein Gerüst zu mieten. Die Anschaffungskosten sind sonst viel zu hoch, nach der Montage der PV-Anlage wird es in der Regel nicht mehr benötigt. Außerdem nimmt so ein Gerüst ganz schön viel Platz weg.

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